Starker Auftakt in Imola endet vorzeitig – Schmid überzeugt mit Top-Qualifying in der WEC
Der Saisonauftakt der FIA World Endurance Championship (WEC) fand dieses Jahr im italienischen Imola statt. Nach der Absage des ursprünglich geplanten Rennens in Katar wurde der Prolog auf dem traditionsreichen Autodromo Enzo e Dino Ferrari zum ersten offiziellen Aufeinandertreffen der Saison – und entwickelte sich zu einem eindrucksvollen Motorsport-Wochenende.
Für Clemens Schmid und sein Team Akkodis ASP begann der Prolog bei fast winterlichen Bedingungen. Kalte Temperaturen und viel Regen prägten den Testtag, aber boten dennoch eine ideale Grundlage, um wertvolle Daten zu sammeln und unterschiedliche Setups zu evaluieren.
Ab Donnerstag präsentierte sich „bella Italia“ dann von seiner sonnigen Seite. Im Zentrum von Imola fand die offizielle Fahrerpräsentation statt, bei der sich die WEC-Stars vor hunderten begeisterten Fans zeigten. Vor historischer Kulisse standen die Fahrer Rede und Antwort, gefolgt von einer ausgedehnten Autogrammstunde. Die Begeisterung der Zuschauer verwandelte die Stadt in eine einzige Motorsport-Bühne.
Sportlich nahm das Wochenende am Freitag Fahrt auf: Im ersten Freien Training belegte das Team den 11. Platz, bevor am Nachmittag mit Rang vier im zweiten Training ein deutlicher Schritt nach vorne gelang. Diese positive Entwicklung setzte sich am Samstag fort, als im dritten Freien Training Platz fünf erreicht wurde.
Das anschließende Qualifying sorgte für Hochspannung. Teamkollege Petru Umbrarescu sicherte mit einer beeindruckenden letzten Runde den Einzug in die Hyperpole – die entscheidende Session für die Top 10. Dort übernahm Clemens Schmid das Steuer des Lexus RC F GT3 und zeigte eine herausragende Leistung: Mit einer starken Runde sicherte er sich den dritten Startplatz und damit eine exzellente Ausgangsposition für das Rennen.
Am Sonntag fiel um 13:00 Uhr bei idealen Bedingungen der Startschuss für die 6 Stunden von Imola. Vor beeindruckenden 92.175 Zuschauern, die für eine außergewöhnliche Atmosphäre sorgten, wurde das Rennen von Formel-1-Pilot Kimi Antonelli mit der Startflagge freigegeben. Bereits vor dem Start bot das Event ein spektakuläres Rahmenprogramm: Am Samstag begeisterte Star-DJ Martin Solveig die Fans, während am Sonntag militärische Flugstaffeln mit eindrucksvollen Formationen für Gänsehautmomente sorgten.
Trotz der vielversprechenden Ausgangslage nahm das Rennen für Schmid und sein Lexus-Team jedoch ein frühes und bitteres Ende. Nach rund einer Stunde musste das Fahrzeug aufgrund eines technischen Defekts im Antriebsstrang abgestellt werden. Dadurch kamen weder Clemens Schmid noch sein Teamkollege Jose Maria Lopez zum Renneinsatz.
„Das ist natürlich extrem enttäuschend, vor allem nach dem starken Qualifying und der guten Pace, die wir das gesamte Wochenende gezeigt haben“, so Clemens Schmid. „Wir haben gesehen, welches Potenzial im Paket steckt. Jetzt gilt es, die Probleme schnell zu analysieren und gestärkt in die nächsten Rennen zu gehen.“