Schmid gewinnt WEC-Finale in Bahrain und sichert Gesamtplatz 3

Clemens Schmid feiert packenden WEC-Sieg beim Abschlussrennen in Bahrain – Podium in der Gesamtwertung perfekt

Bahrain, 9. November 2025 – Dramatischer hätte ein Saisonfinale kaum sein können: Clemens Schmid triumphierte gestern gemeinsam mit seinen Teamkollegen José María López und Petru Umbrarescu beim 8-Stunden-Rennen in Bahrain und sicherte sich damit den Sieg beim Finale der FIA World Endurance Championship (WEC) 2025. Mit gerade einmal 0,78 Sekunden Vorsprung überquerte der Lexus RC F GT3 mit der Nummer 87 die Ziellinie – ein Herzschlagfinale, das Fans und Team bis zur letzten Sekunde mitfiebern ließ.

Doch der Triumph in Bahrain war mehr als ein Rennsieg, Clemens Schmid sicherte sich damit den 3. Platz in der Gesamtwertung der FIA WEC Saison 2025 – ein Meilenstein in seiner Karriere und ein enormer Erfolg in der Königsklasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft.
„Dieser dritte Platz in der Gesamtwertung bedeutet mir enorm viel. Die WEC ist die härteste Bühne im GT3 Sport. Dass wir hier als Gesamt-Dritte abschließen – das ist unglaublich und macht mich unheimlich stolz,“ betonte Schmid nach dem Rennen.

Schmid zeigte in seinen Stints einmal mehr, warum er zu den stärksten und konstantesten Piloten des Feldes zählt – mit präzisem Racing, mutigen Manövern und maximalem Renninstinkt, gerade wenn der Druck am größten war.

Königlicher Besuch in der Box – königliche Leistung auf der Strecke
Unter Schmids Gästen, die hautnah aus der Akkodis ASP Box mitfieberten, war nicht nur seine Familie und Freunde aus Steinach am Brenner (AUT), sondern auch ein langjähriger Freund und Bewunderer: Scheich Jaber Al Khalifa, Mitglied des Königshauses in Bahrain. Für Schmid – mehrfacher Meister des Porsche Middle East Cup – war der Besuch ein besonderes Zeichen der Wertschätzung aus einer Region, in der er vor über zehn Jahren große motorsportliche Erfolge feierte und immer noch hoch angesehen ist und treue Fans hat.

Treue Fans – keine Punkte in Fuji

Herausforderndes Jubiläumswochenende für Clemens Schmid und das Akkodis ASP Team

Fuji, 28. September 2025 – Die FIA World Endurance Championship (WEC) feierte am legendären Mount Fuji ihr 100. Rennen – und begrüßte Fahrer und Fans mit einem spektakulären Mix aus dichtem Morgennebel und später strahlendem Sonnenschein. Für Lexus als japanischen Hersteller war das Heimspiel ein emotionales Highlight, das von zehntausenden enthusiastischen Besuchern gefeiert wurde. Insgesamt strömten mehr als 66.000 Zuschauer an die Strecke, der Großteil davon treue Toyota- und Lexus-Anhänger.

Bereits im Fan Village zeigte sich die Begeisterung: Auf der Lexus-Ausstellungsfläche konnten Fans das brasilianische Siegerfahrzeug (Showcar) samt Pokal, Rennanzügen und einer exklusiven Bildergalerie bewundern. Eine Autogrammstunde mit den Fahrern sorgte für lange Schlangen und nach dem Zieleinlauf verwandelte sich die Boxenmauer des Akkodis ASP Teams in eine riesige Autogrammzone – ein eindrucksvolles Zeichen für die starke Unterstützung der Marke und ihrer Piloten.

Sportlich jedoch verlief das Jubiläumsrennen für die Startnummer #87 des Akkodis ASP Teams weniger glänzend. Schon das Qualifying erwies sich als schwierig: Platz 15 bedeutete, dass Petru Umbrarescu im Lexus RC F GT3 den Sprung in die Hyperpole verpasste, so dass Schmid in der Hyperpole erst gar nicht antreten konnte.  Clemens Schmid und seine Teamkollegen José Maria Lopez und Petru Umbrarescu zeigten beim Rennen eine beeindruckende Performance – keine Fehler und keine Strafen, so dass sie zwischenzeitlich auf Rang sechs lagen. Jedoch verhinderten mehrere Faktoren ein gutes Resultat. Die weiche Reifenmischung und das technisch anspruchsvolle letzte Streckensegment des Fuji Speedways passten nicht optimal zum Lexus. Hinzu kam ein Erfolgsballast von 18 Kilogramm. Während des Rennens, das bereits um 11:00 Uhr Ortszeit (04:00 Uhr MESZ) startete, lief zunächst alles fehlerfrei, bis das Porsche Hypercar mit Kevin Estre die #87 drehte. Dabei verlor das Team wichtige Zeit. Zudem erwies sich die gewählte Spritspar-Strategie als erfolglos, da in der entscheidenden letzten Rennstunde weder  Full-Course-Yellow noch Safety-Car ausgerufen wurde. Am Ende stand Rang 15 und damit ein Rennen ohne Punkte zu Buche.

„Natürlich hätten wir uns vor dieser beeindruckenden Kulisse mehr erhofft“, erklärte Clemens Schmid. „Aber wir nehmen die positiven Aspekte mit: ein sauber durchgeführtes Rennen ohne Strafen und die unglaubliche Unterstützung der Toyota/Lexus-Fans hier in Japan. Das motiviert uns für das Rennen in Bahrain.“

Trotz des punktelosen Wochenendes behaupten Schmid, López und Umbrarescu mit dem Akkodis ASP Team weiterhin Gesamtrang sechs in der Fahrerwertung. Beim nächsten WEC-Lauf will das Trio den Rückenwind der japanischen Fanbegeisterung nutzen, um wieder um eine Top-Platzierung zu kämpfen.

Sieg in Brasilien

Clemens Schmid gewinnt die 6 Stunden von São Paulo in der FIA WEC

São Paulo, 13. Juli 2025 – Beeindruckender Erfolg für Clemens Schmid und sein Team in der FIA World Endurance Championship (WEC): Gemeinsam mit Teamkollegen José María López (ARG) und Petru Umbrarescu (ROU) feiert der Tiroler Rennfahrer einen souveränen Sieg bei den prestigeträchtigen 6 Stunden von São Paulo in der LMGT3-Klasse. Mit über 37 Sekunden Vorsprung überquerte der Lexus RC-F GT3 mit der Nummer 87 die Ziellinie vor einer mitreißenden Kulisse von 84.741 Fans.

Schon das gesamte Wochenende deutete auf ein starkes Ergebnis hin: In den freien Trainings setzte das Akkodis ASP Team deutliche Akzente. P1 im FP1, P3 im FP2, P4 im FP3 – eine konstante Leistung auf der anspruchsvollen Rennstrecke Autódromo José Carlos Pace, besser bekannt als Interlagos. Die 4,3 Kilometer lange Strecke im Süden São Paulos gilt als eine der technisch forderndsten im WEC-Kalender. Enge Kurven, steile Anstiege und schnelle Richtungswechsel verlangen den Fahrern alles ab – und genau dort zeigte sich Schmid in Topform.

Petru Umbrarescu, der das Qualifying der Bronze-Fahrer absolvierte, überzeugte mit einer starken Leistung und sicherte dem Team den Einzug in die Hyperpole – das Shootout der zehn schnellsten Fahrzeuge. Dort setzte er ein erstes Ausrufezeichen und fuhr auf den ersten Platz. In der anschließenden Hyperpole-Session übernahm Clemens Schmid das Steuer und platzierte sich mit einer eindrucksvollen Runde auf Rang zwei – geschlagen nur vom Lokalhelden Eduardo Barrichello, Sohn der brasilianischen Formel-1-Ikone Rubens Barrichello.

Am Renntag selbst herrschten perfekte Bedingungen: Sonnenschein, 20 Grad Celsius und enthusiastische brasilianische Motorsportfans. Petru Umbrarescu übernahm den Start und lieferte sich in den ersten beiden Stints ein Duell mit McIntosh im Aston Martin – ein Kampf auf Augenhöhe, den der Rumäne souverän für sich entschied. Anschließend übernahm José María López das Steuer und hielt das Team auf Kurs, ehe Clemens Schmid bei Rennhalbzeit in Führung liegend ins Cockpit stieg.

Der Österreicher zeigte eine beeindruckende Vorstellung: Trotz gebrauchter Reifen fuhr Schmid konstant schnelle Rundenzeiten und baute den Vorsprung auf die Verfolger Runde für Runde weiter aus. Mit einer Mischung aus Präzision und Renntempo kontrollierte er das Geschehen souverän an der Spitze. In Runde 70 setzte er mit einer Zeit von 1:34.725 die bis dahin schnellste Rennrunde, die erst in Runde 189 von Eduardo Barrichello knapp unterboten wurde.

Nach einem fehlerfreien Stint übergab Schmid das Fahrzeug mit komfortablem Vorsprung wieder an López, der den Sieg sicher über die Ziellinie brachte – ein starker Teamauftritt, gekrönt von einer beeindruckenden Leistung des Tirolers.

„Dieser Sieg bedeutet uns unglaublich viel“, sagte Schmid nach dem Rennen. „Interlagos ist fahrerisch extrem fordernd – und wenn man hier gewinnt, ist das eine Auszeichnung. Mein Dank gilt dem gesamten Team und meinen Mitfahrern für ein perfekt abgestimmtes Wochenende.“

Mit dem Sieg in São Paulo verschafft sich das Trio wichtige Punkte im Kampf um die WEC-Gesamtwertung und sendet ein deutliches Signal für die kommenden Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Aktuell steht Schmid mit 57 Punkten auf dem 4. Platz der Fahrer-Gesamtwertung.